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Kaugummi und Verflixungen2017-01-01T22:53:41+00:00

Project Description

Kaugummi und Verflixungen

Das Kinderbuch „Kaugummi und Verflixungen“ wurde von Andrea Karimé verfasst und von Anne-Kathrin Behl illustriert. Der Picus Verlag veröffentlichte es 2010. Durch einerseits das Volumen an Text, aber auch den Inhalt der Geschichte, kann das Buch geeignet für Kinder ab ca. 5 Jahren eingestuft werden. Karimé erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen, die gemeinsam in die Schule gehen. Es wird beschrieben wie diese Freundschaft entsteht und auch was eine Freundschaft generell ausmacht.

Das Buch beginnt damit, wie sich Huma und „der Graue“ (so wird der Junge von allen einschließlich seiner Mutter und seiner Lehrerin genannt), der eigentlich Ruben heißt, vor einem Supermarkt erst richtig kennen lernen. Huma hilft „dem Grauen“ seine Einkäufe nach Hause zu tragen und währenddessen kommen sie ins Gespräch. Da sie ein zauberhaftes Geheimnis teilen treffen sie sich wieder, fassen Vertrauen zueinander, entwickeln eine Freundschaft und helfen sich gegenseitig. Das Buch endet damit, dass es Rubens Mutter, die zuvor nur geschlafen hat, bessergeht und Huma für zwei Monate mit ihrem Vater verreist. Die Schilderungen dieser Geschichte umfassen eine besondere Art Gefühle zu beschreiben: so „kommt ein Angstgespenst aus seinem Magen hoch“ oder an einer anderen Stelle summt ein schönes Gefühl wie ein Springbrunnen.

Huma ist kein „Standard deutscher“ Name und erweitert somit das Vornamen Spektrum in deutschen Kinderbüchern. Ruben ist in sich gekehrt, zurückhaltend und ängstlich und erfüllt somit nicht das klassische Bild des starken Jungen. So gibt dieses Buch ängstlichen Jungen eine Identifikationsfigur und vermittelt ihnen, dass sie mit diesen Gefühlen nicht allein sind. Gleichzeitig wird Mut gemacht und Gemeinsamkeiten zu anderen Kindern aufgezeigt. Des Weiteren spricht Huma Arabisch. Ruben versteht die arabischen Ausdrücke am Anfang falsch, aber er verspottet Huma nicht. So wird hier die Realität der Mehrsprachigkeit, also eine Vielfalt an Sprachen, von vielen Kindern aufgegriffen und widergespiegelt. Auch Familienformen die von der Norm abweichen tauchen auf: Huma lebt allein mit ihrem Vater, Rubens Vater kommt nur selten zu Besuch, da er im Ausland arbeitet.

Insgesamt ist „Kaugummi und Verflixungen“ ein sehr gelungenes Buch für Vor- und Grundschulkinder. Es zeigt gesellschaftliche Vielfalt, die in einer für Kinder leicht zugänglichen Art thematisiert wird. Dabei wird weder stigmatisiert, noch dramatisiert. Trotz alledem steht die Freundschaft der Kinder im Vordergrund der Geschichte. Zusätzlich regt das Buch durch die besondere Sprache und bestimmte Inhalte die Fantasie der Kinder an.

 

Diese Rezension stammt von Janna Bäcker, Pädagogik der Kindheit B.A.

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